EINSAMKEIT

Wie ist es, einsam zu sein?

Einsamkeit ist kein Zustand, der kommt und geht.

Es ist Grundrauschen. Immer präsent in meinem Kopf.

Es ist nicht leer hier.

Der Raum ist voll.

Voll mit Menschen.


Selbst in Räumen voller Menschen bin ich einsam.

Obwohl ich ja gar nicht alleine bin. Nie.

“Einsamkeit” ist nicht  gleichzusetzen mit “alleine sein”.

Das sind zwei verschiedene Dinge.

Es ist nämlich nicht so, als wäre keiner da.

Aber keiner ist wirklich bei mir.


Mein Kopf ist voll mit Gedanken, die ihren Weg nach draußen suchen.


Aber die Pforten sind zu.

Sie kommen nicht raus.

Sie werden selbst dann, wenn sie es schaffen würden, nicht wahrgenommen.


Also spare ich mir meine Kraft auf.

Sonst fahre ich auf Reserve.


Meine Gefühle dürfen nirgends Raum einnehmen.

Mein Nervensystem ist dauerbesetzt.


Wie kann ich das kanalisieren?

Wie schaffe ich Raum für etwas, das von keinem wahrgenommen werden möchte?


Ich habe keine Kraft mehr.

Ich kann nicht mehr.

Ich will nicht mehr.

Nie mehr.

Aber.. gehört das zum “Mensch-Sein” dazu?

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