AM STEUER
alles ist gleich.
der berg.
die steine.
der brunnen ohne wasser.
das licht scheint auf etwas,
was lange zeit
für mich
in finsternis verborgen lag.
ich habe eine kurze hose an,
meine blase drückt,
zu viel Fanta-Limon,
doch ich habe das gefühl,
dass endlich alles okay ist.
ich sitze hier,
schreibe diese kleinen worte an dich,
nachdem ich
vom ort, an dem ich mich befinde,
ein foto mache.
mein herz rast,
meine augen springen umher,
meine gedanken:
„hat mich wer gesehen?“
doch mein inneres
spürt zum ersten mal seit langem,
dass eine andere,
eine echte
version von mir
wieder kam.
zurück hierher.
zurück zu dir.
zurück zu einem ort,
der all die helligkeit
aus meinem leben
gesogen hatte.
zurück, um heute,
hier und jetzt,
selbst am steuer zu sitzen.
am steuer meines lebens.
du wirst von mir mitgenommen,
von mir
und ich
diesmal
ebenfalls.
denn nun bin ich es,
die den motor startet
und das auto lenkt.
nun bin ich es,
die bestimmen wird,
wen ich mitnehmen werde
und wen nicht.
ich weiß nicht genau,
wohin uns diese reise führen wird,
doch ich weiß,
wer dieses mal
am steuer sitzt:
I C H.